Pflegende Angehörige leisten Enormes, und erschöpfen sich dabei

Viele Familien versuchen zunächst, alles selbst zu regeln. Die Mutter morgens versorgen, mittags anrufen, abends nochmal vorbeikommen. Das funktioniert eine Zeit lang. Aber irgendwann ist man am Limit.

Das ist kein Versagen. Es zeigt, wie viel Ihnen an dem Menschen liegt. Aber es ist auch ein Signal, dass Unterstützung sinnvoll ist, und zwar nicht nur für die pflegebedürftige Person, sondern auch für Sie.

Wir sind keine Ablösung. Wir sind die Unterstützung, die dafür sorgt, dass Sie weiter da sein können, ohne dabei selbst zu verschwinden.

Was Angehörige am häufigsten sagen

"Ich wollte das eigentlich alles selbst machen. Aber irgendwann war ich einfach nur noch erschöpft."

Was danach oft zu hören ist

"Jetzt kann ich wieder einfach zu meiner Mutter kommen, als Tochter, nicht als Pflegerin. Das war der größte Unterschied."


Was viele Angehörige beschäftigt

Wir kennen diese Gedanken. Hier sind ehrliche Antworten darauf.

„Mein Vater will keine fremden Menschen in der Wohnung."

Das ist häufig. Wir gehen damit behutsam um. Beim ersten Besuch geht es nicht ums Helfen, sondern ums Kennenlernen. Viele, die sich anfangs gesperrt haben, akzeptieren die Pflegeperson nach ein paar Wochen wie selbstverständlich.

„Ich weiß nicht, ob wir uns das leisten können."

Die Sozialversicherung übernimmt je nach Pflegestufe einen erheblichen Teil der Kosten. Was bleibt, hängt von den konkreten Leistungen ab. Wir gehen das mit Ihnen gemeinsam durch, bevor Sie eine Entscheidung treffen.

„Wer kommt denn zu ihr? Jedes Mal jemand anderes?"

Nein. Wir achten sehr darauf, dass immer dieselben ein bis zwei Personen kommen. Das ist uns wichtiger als eine volloptimierte Tourenplanung. Vertraute Gesichter machen den Alltag für alle leichter.

„Wie erfahre ich, wie es ihr geht?"

Wir haben eine direkte Ansprechperson für Sie. Wenn sich etwas verändert oder auffällt, melden wir uns. Wir warten nicht, bis Sie fragen.

„Meine Mutter hat Demenz. Können Sie damit umgehen?"

Ja. Mehrere unserer Mitarbeitenden haben eine Zusatzqualifikation im Bereich Demenz. Wir wissen, wie wichtig Routinen, Geduld und das richtige Tempo bei der Arbeit mit demenziell erkrankten Menschen sind.

„Wir wohnen weit weg. Wie sollen wir das koordinieren?"

Das ist eine häufige Situation. Wir sind die Augen vor Ort und halten Sie informiert. Vieles lässt sich auch per Telefon regeln. Wenn Sie in die Stadt kommen, können wir uns gerne persönlich treffen.


Was wir für Sie übernehmen können

Morgenroutine

Aufstehen, waschen, anziehen, frühstücken. Alles, was den Tagesstart ausmacht und was für manche allein nicht mehr gut zu schaffen ist.

Einkauf und Haushalt

Damit die Küche nicht leer ist und die Wohnung bewohnbar bleibt, auch wenn man selbst nicht mehr alles erledigen kann.

Gesellschaft und Gespräch

Jemanden haben, mit dem man reden kann. Manchmal ist das genauso wichtig wie körperliche Pflege.

Arzt und Behördengänge

Begleitung zu Terminen, Unterstützung bei Formularen, ein vertrautes Gesicht dabei.

Abend und Nacht

Schlaffertig machen, Nachtpflege, Sicherheit in den Abendstunden.

Anträge und Pflegestufe

Wir begleiten Sie beim Begutachtungstermin, helfen bei der Antragstellung und erklären, was welche Leistungen kosten und was die Kasse zahlt.


Fragen, die uns Angehörige oft stellen

Wie schnell können Sie anfangen?

In der Regel können wir innerhalb von ein bis zwei Wochen nach dem Erstgespräch starten. In dringenden Fällen schauen wir, was sich beschleunigen lässt.

Was passiert, wenn die Pflegeperson krank ist?

Wir stellen sicher, dass die Versorgung auch bei Ausfällen gewährleistet ist. Wir informieren Sie immer, wenn eine Vertretung kommt, damit keine fremde Person ohne Vorankündigung an der Tür steht.

Können wir den Betreuungsumfang anpassen, wenn sich der Bedarf ändert?

Ja, das ist ausdrücklich möglich und gewünscht. Pflege ist kein starres Konstrukt. Wenn sich der Bedarf verändert, passen wir den Plan entsprechend an, nach oben oder nach unten.

Muss ein Pflegestufe vorhanden sein, um Unterstützung zu bekommen?

Nein. Auch ohne Pflegestufe können wir helfen, zum Beispiel bei der Hauswirtschaft oder Betreuung. Der Pflegestufe ist aber wichtig, um Leistungen mit der Sozialversicherung abzurechnen. Wir beraten Sie, wie Sie einen Antrag stellen können.

Darf ich als Angehöriger jederzeit Kontakt aufnehmen?

Selbstverständlich. Sie haben eine direkte Ansprechperson bei uns und können montags bis freitags zwischen 8 und 18 Uhr anrufen oder schreiben. Für echte Notfälle gibt es eine Notfallnummer.

Noch weitere Fragen?

Rufen Sie uns an oder kommen Sie zu einem unverbindlichen Gespräch. Wir nehmen uns Zeit für Sie.

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